Forschung

Meine interdisziplinäre Forschung konzentriert sich auf die Analyse gesellschaftlicher Transformationsprozesse an der Schnittstelle von Raum, Medien und Kultur. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf queeren Räumen, digitalen Kommunikation und postmigrantischen Lebensrealitäten. Methodisch arbeite ich vor allem qualitativ – mit teilnehmenden Beobachtungen, Interviews, Fokusgruppen und Diskursanalysen – und lege großen Wert auf eine reflexive Sozialforschung, die gesellschaftliche Ungleichheiten sichtbar macht.


Aktuelles Projekt

Re:Membering Asians. Die Krisen und Konstruktion des kulturellen Gedächtnisses am Beispiel von asiatischen Communities in Deutschland

Das Forschungsprojekt Re:Membering Asians untersucht die Verhältnisse zwischen Polykrise und den kulturellen Gedächtnissen der asiatischen Communities in Deutschland. Obwohl zahlreiche Studien in den letzten zwei Jahrzehnten Postmigration behandelten, stellen Erfahrungen und Perspektive der asiatischen Migrant:innen und ihrer Nachfolge bis heute eine Forschungslücke dar. Aktuelle Debatten über nordvietnamesische Vertragsarbeiter:innen in der DDR, die deren Nachfahren aktiv mitgestaltet haben, zeigen beispielhaft die Lücke und die Änderungen im kulturellen Gedächtnis in dieser Hinsicht auf. Re:Membering Asians setzt genau an dieser Lücke und erweitert den Erkenntnishorizont um die postmigrantischen Erinnerungsaktivist:innen in Deutschland, die seit den 2000er Jahren medienübergreifend agieren.


Frühere Projekte

Smart People: Queere Alltagshandlungen in digitalisierten Räumen

(c) Sung Un Gang

Postdoc am SFB 1265 „Refiguration von Räumen“, TU Berlin
Erforschung von queeren Lebensräumen in Seoul, mit einem Fokus auf digitale Plattformen, soziale Medien und deren Bedeutung für Zugehörigkeit und Exklusion.


The Making of Modern Subjects: Public Discourses on Korean Female Spectators in the Early Twentieth Century

(c) A-Saeng

Dissertation in der Theater- und Medienkulturwissenschaft, Universität zu Köln
Historische Diskursanalyse zu koreanischen Kinobesucherinnen im frühen 20. Jahrhundert als Teil von Subjektivierungsprozessen. Erschien als Open access in der Schriftenreihe „Gender, Diversity and Culture in History and Politics“ bei transcript